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Tipps und Tricks

Auf dieser Seite möchte der Tierschutz Isenhagener Land nützliche aber auch grundlegende Tipps und Tricks zur Tierhaltung weitergeben.

Wie Ihre Katze ohne Stress oder Diätfrust Pfunde verliert

Eine übergewichtige Katze hat weniger Lebensfreude und eine kürzere Lebenserwartung. Und wer lässt sich schon gerne „Moppelchen“ nennen? Auf jede dritte Katze trifft diese Beschreibung aber leider zu. Auch auf Ihre?

Warum ist meine Katze zu dick? – Gnadenlose Selbstkritik

Manche Katzen werden ohne menschliches Zutun dick: Sie leiden an Hormonstörungen, Unterfunktion der Schilddrüse oder Tumorerkrankungen. In diesen Fällen findet die Gewichtzunahme sehr schnell statt und sollte umgehend vom Tierarzt kontrolliert werden. Auch nach der Kastration muss das Futterverhalten angepasst werden, denn durch den veränderten Stoffwechsel droht sonst der Fettansatz.

In den meisten Fällen hat Übergewicht aber nur einen Verursacher: Den Besitzer!

Die Katze bekommt zu viel zu fressen, falsche Nahrung und zu wenig Bewegung. Ziehen Sie doch einmal Bilanz: Wir Ihre Katze vom Tisch gefüttert? Bekommt die Katze Futter, wenn Sie bettelt? Halten Sie klare Fütterungszeiten ein, oder bekommt Ihre Katze auch viel zwischendurch?

Weg mit dem Speck

Notieren Sie doch mal, was und wann Sie füttern, ob Reste entsorgt wurden, wie oft die Katze Leckerbissen bekommt und warum. Vermutlich wird die Bilanz Sie überraschen. Verzichten Sie darauf, die Katze vom Tisch zu füttern oder Leckerbissen großzügig zu verteilen. Und ganz wichtig: Halten Sie feste Futterzeiten ein. Und dann kommt das Wichtigste: Ihr Tiger muss sich bewegen! Regelmäßig! Ist die Katze auch noch so träge, ist sie von Bewegung vor der Nase fasziniert. Wecken Sie den Jagdinstinkt,  in dem Sie z. B. das Trockenfutter nicht in der Schüssel servieren, sondern die Katze danach laufen lassen, wenn es durch die Wohnung geworfen wird. Geizen Sie nicht mit Lob und Streicheleinheiten, wenn Ihre träge Katze plötzlich zum Jäger wird!

Hitze kann für Tiere tödlich sein

Tierische Hitze – tierische Gefahren: unter den sommerlichen Temperaturen leiden in diesen Tagen nicht nur die Menschen sondern vor allem ihre geliebten Tiere. Daher sollten Tierbesitzer Ihre vierbeinigen Lieblinge besonders im Auge behalten um eventuelle Veränderungen im Verhalten festzustellen und entsprechend reagieren zu können. "Bei hohen Außentemperaturen sollte immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Jedes Tier sollte die Möglichkeit haben, sich auf ein kühles, schattiges Plätzchen zurückziehen zu können. Gassi gehen sollte in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden, da es für das Tier angenehmer als in der Mittagshitze ist", rät Reiner Sudbrack, Geschäftsführer des Tierschutz Isenhagener Land.

Was die meisten nicht wissen ist, dass der Hitzeschlag auch bei Tieren eine tödliche Gefahr darstellt. Auf gar keinen Fall dürfen Tiere im Auto zurückgelassen werden. Auch beim kurzen Einkauf oder dem Besuch in der Eisdiele wird das Auto für die darin zurückgelassenen Tiere schnell zur tödlichen Falle, denn viele vergessen, dass die Sonne wandert. Die Folge: Das im Schatten abgestellt Fahrzeug steht nach kurzer Zeit wieder in der Sonne. Für den Menschen angenehme Außentemperaturen verwandeln den Fahrzeuginnenraum in einen Brutkasten. Schnell sind für das Tier unerträgliche Temperaturen erreicht. Die Folgen sind Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme mit anschließenden Kreislaufversagen. Im schlimmsten Fall kann die Hitze zum qualvollen Tod des Tieres führen. Ein geöffnetes Schiebedach oder ein Spalt breit geöffnetes Fenster sorgt in keinen Fall für genügend Abkühlung im Auto, wenn dieses der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Auch in Käfig lebende Tiere dürfen nicht schutzlos der Sonne ausgesetzt werden. Auch hier gilt: Immer prüfen ob der Käfig den ganzen Tag im Schatten steht. Ein frischer Wind hilft zwar uns Menschen die Hitze zu ertragen, kann aber bei Tieren schnell zu Problemen führen und folgenschwere Erkrankungen nach sich ziehen. Käfige sollten daher grundsätzlich nicht im Durchzug stehen.

Tödlicher Hitzeschlag – Warnsignale erkennen

Glasiger Blick, tiefrote Zunge und Hecheln mit gestreckten Hals sind einige Anzeichen dafür, dass Hunde oder Katzen die Hitze zu sehr zusetzt. Außerdem sind Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und schließlich Bewusstlosigkeit Anzeichen für einen Hitzeschlag. „Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tode des Tieres“, warnt der Tierschutzverein Isenhagener Land. Wenn Symptome auftreten, die auf einen Hitzeschlag deuten, müssen Tierhalter schnell reagieren: Bringen Sie das Tier sofort an einen kühlen Platz, fächeln Sie Luft zu und bieten Sie Wasser a. Feuchte Tücher tragen zur Abkühlung bei. Suchen Sie in jedem Fall so schnell wie möglich einen Tierarzt auf! Jedes Jahr sterben unzählige Tiere, weil Tierhalter nicht bedenken, wie sehr die Hitze den Tieren zu schaffen macht.

Das Sichern von Hunden

Immer wieder entlaufen Hunde. Viele kehren schnell nach Hause zurück, andere irren wochen- oder sogar monatelang durch die Gegend, und lassen sich nur schwer oder gar nicht einfangen. Nun denken viele Hundebesitzer, dass kann mir nicht passieren. Jedoch ist es kaum zu fassen, wie viele Hunde per Suchanzeige, Facebook Aufrufen und Zeitungsannoncen als vermisst gemeldet werden. Oftmals handelt es sich hierbei um Angsthunde, also Hunde die besonders ängstlich wirken, in der Ursache jedoch ehr scheu, bindungslos und besonders vorsichtig sind. Viele dieser Angsthunde stammen aus dem Auslandstierschutz, und sind ehemalige Straßenhunde oder im Tierheim groß geworden. Diese Hunde waren die meiste Zeit ihres Lebens gänzlich auf sich alleine gestellt, und haben in der Regel zu keiner Zeit Bindung zum Menschen erfahren.

Nun kann man sich die Frage stellen, warum die Hunde immer wieder die Möglichkeit haben wegzulaufen. Manchmal passiert es leider schon bei der Ankunft am Flughafen oder dem Verladen in den eigenen Pkw, oder auch der Hund flüchtet aus der Wohnung oder Garten. Häufig dreht sich der Hund aus dem Halsband oder Geschirr, oder zerbeißt die Leine.

Diese Fluchtmöglichkeiten kann mal alle unterbinden!  Sollte man noch kein passendes Sicherheitsgeschirr haben, gibt es die Möglichkeit der Doppelsicherung. Hierbei trägt der Hund ein Geschirr und ein Halsband, an dem jeweils eine Leine befestigt wird. Sollte sich nun der Hund aus dem Geschirr drehen, ist er noch durch das Halsband gesichert. Beißt er in Panik die Leine durch, ist der Hund noch an einer zweiten Leine abgesichert. Im Haus müssen darauf achten, dass der Hund nicht durch offen stehende Türen oder Fenster entwischen kann. Bevor also dem Besuch die Tür geöffnet wird, unbedingt den Hund sichern. Auch im eigenen Garten sollte der Hund anfänglich an einer Schleppleine gesichert werden, denn es können immer wieder unentdeckte Schlupflöcher im Zaun sein. Auch ist schon mancher Hund über Mauern und Zäune gesprungen, wo man die Höhe für ausreichend erachtet hatte.

Ganz wichtig, alle Personen im Haushalt müssen über die Regeln Bescheid wissen und sich daran halten. Denn leider entwischen immer wieder Hunde, weil eine dieser Grundregeln missachtet wurde.

Viele Menschen sind leichtsinnig und unterschätzen die Gefahr im Umgang mit den Hunden.

Wenn man sich jedoch verantwortungsvoll der Aufgabe stellt, einen „Angsthund“ ein neues Zuhause zu geben, gibt es auch eine Vielzahl positiver Erfahrungen. Die fast allen Hunden angeborene Fähigkeit, sich auf neue, ungewohnte Situationen einzustellen, sich einzufügen und anzupassen, hilft vielen Hunden über alle Anfangsschwierigkeiten hinweg. Wenn sie erstmal erkannt haben, dass die Menschen in ihrer neuen Umgebung keine feindlichen Absichten haben, entscheiden sich die meisten der verängstigten Hunde für ein Dasein in gegenseitiger Toleranz und Zuneigung und sehen einen ganz normalen, angstfreien Hundeleben entgegen. Dann sich für Hund und Mensch alle Mühe gelohnt.

Egal für was für einen Hund Sie sich entscheiden, wenn ein Hund mit Vergangenheit, der von einem vertrauten Menschen bitter enttäuscht wurde oder noch niemals eine Bindung zum Menschen eingegangen ist, noch einmal zu inniger Treue und großer Hingabe an seiner Bezugsperson fähig ist, gehört dies zu den schönsten und bewegensten Erlebnissen im Tierschutz.